Deutschklasse der Keimel-Schule erlebt Geschichte und Handwerk in Deckelmanns Mühle
Elsenfeld
Einen ganz besonderen außerschulischen Lernort besuchte die Deutschklasse der Georg-Keimel-Mittelschule Elsenfeld am 28. Oktober 2025: Die Schülerinnen und Schüler erkundeten die in unmittelbarer Nachbarschaft zur Schule gelegene Deckelmanns Mühle.
Die historische Wassermühle wird heute nicht mehr zum Mahlen von Mehl genutzt, sondern zur umweltfreundlichen Stromerzeugung. Dennoch sind auf drei Stockwerken viele der ursprünglichen Einrichtungen erhalten geblieben – von den schweren Mahlsteinen bis zu den hölzernen Zahnrädern und Transmissionsriemen, die einst den Mühlenbetrieb ermöglichten.
Mit großer Begeisterung führte Mühlenbesitzer Reinhard Deckelmann die Jugendlichen durch das Gebäude und erklärte anschaulich die frühere Funktionsweise der Mühle. Unterstützt wurde er dabei von seiner Ehefrau Beate. Besonders beeindruckend war der Blick auf das imposante Mühlrad, das sich über die Elsava dreht und heute saubere Energie liefert.
Nach der Besichtigung stand ein weiterer praktischer Teil auf dem Programm: Unter der fachkundigen Anleitung von Peter Lehmann, dem Vorstand des Obst- und Gartenbauvereins Wörth am Main, stellten die Schülerinnen und Schüler frischen Apfelsaft her. Mit einem historischen Handhäcksler und einer Handpresse wurde Schritt für Schritt demonstriert, wie aus Äpfeln naturtrüber Saft entsteht – echte Handarbeit, bei der Teamgeist gefragt war.
Begleitet wurde die Klasse von Klassenlehrer Markus Denk und Beate Klug, die die Aktion als lebendigen Beitrag zur Projektwoche organisierten. Neben der handwerklichen Erfahrung stand vor allem das Erleben regionaler Geschichte, Technik und saisonalen Traditionen im Mittelpunkt.
Zum Abschluss durften die Jugendlichen den selbst hergestellten Apfelsaft natürlich auch probieren. Das einstimmige Fazit: Ein lehrreicher Vormittag mit vielen neuen Eindrücken – und einem köstlichen Ergebnis.
Text: Markus Denk u. Beate Klug